1erstberatung
USt-Option - Änderung durch das Abgabenänderungsgesetz 2012 PDF Drucken E-Mail

Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2012 wurden gravierende Änderungen im Bereich der USt-Option beschlossen, welche nicht nur "Neueinsteiger" sondern auch bereits "optierende" Betriebe betreffen.

Bisher wurde beim Übergang von der Umsatzsteuerpauschalierung zur Regelbesteuerung und umgekehrt keine Änderung der Verhältnisse erblickt. Dies hatte zur Folge, dass keine Vorsteuerkorrektur durchzuführen war ("nach 5 Jahren -kostenloser Ausstieg").
Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2012 wurde diese Regelung jedoch dahingehend geändert, dass ein derartiger Übergang nun eine "Änderung der Verhältnisse" darstellt und eine Vorsteuerkorrektur beim Anlagevermögen durchzuführen ist, welches nach dem 30. Juni 2013 erstmalig verwendet oder genutzt wird.
Der Berichtigungszeitraum für Gebäude beträgt somit 20 Jahre, der für sonstiges Anlagevermögen (Maschinen und Geräte) 5 Jahre.
Aufgrund der nun neuen Gesetzeslage kann es vorkommen, dass eine "Option" aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht mehr als sinnvoll erachtet werden kann.

Landwirte, die sich bereits jetzt im Regelbesteuerungssystem befinden, sollen nach Möglichkeit bis 30.06.2013 Investitionen in Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens vorziehen. Dadurch wird eine Vorsteuerrückverrechnung bei Rückkehr zur Umsatzsteuerpauschalierung vermieden.