Neuerungen im Bereich der Umsatzsteuer Drucken
  • Normalwert als Bemessungsgrundlage: seit 1.1.2013 ist nicht das Entgelt sondern der Normalwert als Bemessungsgrundlage für Lieferungen und sonstige Leistungen heranzuziehen, wenn das Entgelt aus nicht unternehmerisch begründeten Motiven vom Normalwert abweicht (z.B. familiäre oder freundschaftliche Nahebeziehungen, gesellschaftliche Verflechtungen, Arbeitnehmerverhältnis, ...) 
  • Heilmasseure wurden in die unechte Steuerbefreiung der Heilberufe aufgenommen. Nicht umsatzsteuerbefreit sind weiterhin gewerbliche Masseure.
  • Der Vorsteuerabzug für Unternehmer, die ihre Umsätze nach vereinnahmten Entgelten versteuern (sogenannte "Istversteuerer"), wurde neu geregelt. Istversteuerer dürfen seit 1.1.2013 nur dann weiterhin den Vorsteuerabzug bereits aufgrund der Eingangsrechnungen vornehmen, wenn sie im Vorjahr einen Umsatz iHv mindestens € 2,0 Mio erzielt haben.
    Dies bedeutet, dass kleinere Unternehmer die nach vereinnahmten Entgelten versteuern, den Vorsteuerabzug erst im Zeitpunkt der Zahlung vornehmen dürfen.
    Bei Reverse Charge Leistungen kann der Vorsteuerabzug unanbhängig vom Zeitpunkt der Bezahlung geltend gemacht werden.
  • Rechnungslegung neu: im UStG wurde eine Regelung für die Umrechnung von in anderen Währungen als Euro ausgestellten Rechnungen geschaffen. Als Umrechnungskurse sind die vom BMF festgesetzten Durchschnittskurse für den Zeitraum der Lieferung oder Leistung bzw. deren Vereinnahmung oder der letzte von der EZB veröffentlichte Umrechnungskurs anzusetzen.