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Registrierkassenprämie von € 200,- PDF Drucken E-Mail

Mit der Steuerreform 2015/16 wurde die Registrierkassenpflicht ab 1.1.2016 eingeführt. Alle Bareinnahmen sind zum Zweck der Losungsermittlung mit einer elektronischen Registrierkasse oder einem sonstigen Kassensystem einzeln zu erfassen.

TIPP: Sollten Sie bereits heuer in eine neue Registrierkasse investieren, so können Sie eine Prämie in Höhe von € 200,- in Ihrer Steuererklärung 2015 beantragen. Die Prämie wird Ihrem Abgabenkonto gutgeschrieben.

Bei Fragen zur Registrierkassenpflicht und dem für Sie passenden Kassensystem beraten wir Sie gerne persönlich!

 
Verpflichtung zur Belegerteilung bei Barzahlung ab 01.01.2016 PDF Drucken E-Mail

Unternehmer sind künftig verpflichtet, wenn Sie Leistungen gegen Barzahlung erbringen, einen dementsprechenden Beleg auszustellen. Diese Belegerteilungspflicht gilt grundsätzlich für alle Unternehmer, auch wenn sie keine elektronische Registrierkasse verwenden.
Eine Ausnahme von der Belegerteilungspflicht besteht für jene Unternehmer, bei denen die Losungsermittlung mittels Kassasturz erfolgt.

Begriff der Barzahlung:

Eine Barzahlung beinhaltet nicht nur die Typische Barzahlung, sondern auch Zahlungen mittels Kreditkarten, Bankomatkarten und Gutscheinen.

Begriff des Belegs:

Als Beleg gelten nicht nur Papierbelege, sondern auch elektronisch erstellte Belege!

Erforderliche Belegangaben:

  • Eindeutige Bezeichnung des Unternehmers, der die Lieferung oder sonstige Leistung erbringt.
  • Fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung des Geschäftsvorfalles einmalig vergeben wird.
  • Tag der Belegausstellung
  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände bzw. die Art und den Umfang der sonstigen Leistungen
  • Betrag der Barzahlung

zusätzliche Angaben bei elektronischen Registrierkassen:

  • Kassenidentifikationsnummer
  • Datum und Uhrzeit der Belegerstellung
  • Betrag der Barzahlung, getrennt nach Steuersätzen
  • Inhalt des maschinenlesbaren QR-Codes
 
Dienstautos PDF Drucken E-Mail

Der Sachbezug für Dienstautos[1] erhöht sich ab 1.1.2016 von 1,5 % auf 2 % der Anschaffungskosten, wenn der CO2-Ausstoß des Fahrzeugs mehr als 130g/km beträgt. Dieser Betrag ist mit € 960 pro Monat gedeckelt. Wird das Dienstauto privat maximal 6.000 km pro Jahr genutzt, kann der halbe Sachbezug angesetzt werden. Dieser kann maximal € 480 pro Monat betragen. Um dem Umweltgedanken Rechnung zu tragen, ist somit bei PKWs mit einem niedrigeren CO2-Ausstoß weiterhin ein Sachbezug von 1,5 % anzuwenden. Dieser CO2-Grenzwert reduziert sich jährlich bis 2020.

Für die Berechnung des Sachbezugs ist immer das Jahr der Anschaffung des PKWs maßgeblich. Es gilt jener CO2-Grenzwert, der im Jahr der Anschaffung des Fahrzeugs gültig ist. Für das Jahr 2016 und früher angeschaffte PKW gilt der CO2-Grenzwert von 130g/km.

Der CO2-Grenzwert gilt auch für Gebrauchtwagen. Elektroautos sind vom Sachbezug gänzlich befreit und berechtigen auch zum Vorsteuerabzug (Achtung: die Luxusgrenze von € 40.000 beachten). Dagegen fallen Hybridfahrzeuge nicht unter die Befreiung, da deren Verbrennungsmotor CO2 ausstößt.

TIPP: Es lohnt sich, bereits jetzt einen Blick in den Zulassungsschein[2] zu machen. Die Lohnverrechnung benötigt bis spätestens Jänner 2016 die Information über den CO2-Wert. Andernfalls sind generell 2% als Sachbezug anzusetzen.



[1] § 4 Sachbezugswerte VO.

[2] Der CO2-Wert des PKWs ermittelt sich aus dem CO2-Emissionwert des kombinierten Verbrauchs laut Typen- bzw. Einzelgenehmigung gemäß Kraftfahrgesetz 1967 oder der EG-Typengenehmigung

 
Erhöhung der Umsatzsteuer auf 13% PDF Drucken E-Mail

Im Zuge der Steuerreform wurde ein neuer Steuersatzvon 13% eingeführt. Dieser ersetzt in vielen Fällen den bisher gültigen ermäßigten Steuersatz von 10% (bzw. 12%).

Ab 01.01.2016 gilt dieser zum Beispiel für:

  • Aufzucht, Mästen und Halten von Tieren
  • Anzucht von Pflanzen
  • Futtermittel und Saatgut
  • kulturelle Dienstleistungen bzw. Freizeitangebote
  • bestimmte Kunstgegenstände
  • Eintrittsberechtigungen zu sportlichen Veranstaltungen
  • Beförderung von Personen mit Luftverkehrsfahrzeugen

Bei folgenden Umsätzen wird die USt erst ab 01.05.2016 erhöht:

  • Vermietung von Grundstücken für Campingzwecke
  • Beherbergung in eingerichteten Wohn- und Schlafräumen und die damit regelmäßig verbundenen Nebenleistungen.

Für Speisen bleibt der Steuersatz von 10%!

 
Vereinfachung von Arbeitszeitaufzeichnungen PDF Drucken E-Mail

Mit der Novelle des Arbeitszeitgesetzes gibt es nun 3 wesentliche Änderungen bei den Arbeitszeitaufzeichnungen:

  • Bei Mitarbeitern, die Arbeitszeit und -ort weitgehend selbst bestimmen können oder ihre Tätigkeit überwiegend in ihrer Wohnung ausüben, reichen Saldenaufzeichnungen (d.h. nicht Beginn, Ende und Ruhepausen sind aufzuzeichnen, sondern: Montag: 8 Stunden, Dienstag 9 Stunden, etc.; § 26 Abs 3 AZG).
  • Die Aufzeichnung von Ruhepausen konnte nur entfallen, wenn die Betriebsvereinbarung das vorsieht und die Ruhepause max. 30 Minuten dauert (§ 26 Abs 5 AZG).Ab 1.1.2015 kann sie auch in Betrieben ohne Betriebsrat nach entsprechender schriftlicher Einzelvereinbarung entfallen. Die Vorgabe von 30 Minuten entfällt.

  • Bei fixer Arbeitszeitaufteilung kann die Aufzeichnung ganz entfallen, nur Abweichungen sind festzuhalten (§ 26 Abs 5a AZG). Einmal im Monat sowie auf Verlangen gegenüber dem Arbeitsinspektor ist zu bestätigen, dass es keine Abweichung gab.

 

Der Arbeitnehmer bekommt dafür das Recht auf Übermittlung der Arbeitszeitaufzeichnung einmal pro Monat, wenn er das nachweislich verlangt (§ 26 Abs 8 AZG). Dieses Recht hatten Arbeitnehmer schon bisher, wenn auch nicht ausdrücklich. Ansprüche verfallen nicht, solange dem Arbeitnehmer die verlangte Übermittlung der Aufzeichnungen verwehrt wird (§ 26 Abs 9 AZG).

Weiters entfällt für Arbeitgeber die kleine Meldepflicht bezüglich Schichtarbeit und Kurzpausen gegenüber dem Arbeitsinspektor (§ 11 Abs 8 – 10 AZG).

 
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