1erstberatung
Änderung des USt-Satzes für Rohholz PDF Drucken E-Mail

Aufgrund einer Anpassung an die EU-Mehrwertsteuer-Richtlinie wird es ab 01.01.2013 zu einer Änderung der Umsatzsteuer-Behandlung von Rohholz kommen. Für nachfolgende Sortimente und Bereiche entfällt dann der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 10% und kommt der Normalsteuersatz von 20% zur Anwendung:

  • Holz, und zwar Rohholz (Sägerundholz und Industrieholz)

Diese Änderung gilt für regelbesteuerte land- und forstwirtschaftliche Betriebe.

Für umsatzsteuerpauschalierte land- und forstwirtschaftliche Betriebe gibt es keine Änderung.

Weiterhin ermäßigt besteuert (mit 10%) bleiben:

  • Brennholz in Form von Rundlingen, Scheitern, Zweigen, Reisigbündeln oder ähnliche Formen
  • Holz in Form von Plättchen oder Schnitzeln
  • Sägespäne, Holzabfälle und Holzausschuss (auch zu Pellets, Briketts, Scheitern oder ähnliches gepresst)
 
Elektronische Rechnungen PDF Drucken E-Mail

Elektronische Rechnungen werden ab 1.1.2013 den Papierrechnungen im Hinblick auf die Berechtigung zum Vorsteuerabzug gleichgestellt. Wenn Sie ab 1.1.2013 elektronisch übermittelte Rechnungen als Grundlage für den Vorsteuerabzug verwenden wollen, müssen Sie folgende Voraussetzungen beachten:

  • Der Leistungsempfänger muss einer elektronischen Rechnung zustimmen
  • Die Rechnung muss in einem elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen werden.
  • Es gelten sämtliche Formvorschriften wie bei Papierrechnungen
  • Folgende Punkte müssen gewährleistet sein: Echtheit der Herkunft, Unversehrtheit des Inhalts und Lesbarkeit
  • Durch ein innerbetriebliches Kontrollverfahren muss ein verlässlicher Prüfpfad zwischen Rechnung und Leistung hergestellt werden bzw. nachvollziehbar sein.

Für den Fall, dass die e-Rechnung mehrmals versendet wird, oder eine Papierrechnung folgt, ist diese als Duplikat oder Entwurf zu kennzeichnen, da sonst beim Aussteller nochmals die Umsatzsteuer kraft Rechnungslegung anfällt!

 
Änderungen in FinanzOnline PDF Drucken E-Mail

Um Papier- und Portokosten zu sparen ist die Finanzverwaltung angehalten, ab 1.1.2013 die Bescheidzustellung nur mehr elektronisch via FinanzOnline durchzuführen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass mit der erfolgten Zustellung auch wichtige Rechtsfolgen wie der Beginn des Fristenlaufs für die rechtzeitige Einbringung einer Berufung verknüpft sind. Daher wird beim erstmaligen Einstieg nach dem 31.12.2012 in das FinanzOnline abgefragt, ob der Teilnehmer auf die elektronische Zustellung verzichten möchte. Bei Verzicht ändert sich nichts im Vergleich zum bisherigen Ablauf. Sollten Sie die elektronische Zustellung wünschen, dann sind in den Grunddaten eine E-Mail-Adresse und allenfalls eine Mobilnummer für die SMS-Verständigung zu hinterlegen. Bescheide über Arbeitnehmerveranlagungen werden nur dann elektronisch zugestellt, wenn die Erklärung auch elektronisch eingereicht wurde. Auch hier ist ein Verzicht möglich.

 
USt-Option - Änderung durch das Abgabenänderungsgesetz 2012 PDF Drucken E-Mail

Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2012 wurden gravierende Änderungen im Bereich der USt-Option beschlossen, welche nicht nur "Neueinsteiger" sondern auch bereits "optierende" Betriebe betreffen.

Bisher wurde beim Übergang von der Umsatzsteuerpauschalierung zur Regelbesteuerung und umgekehrt keine Änderung der Verhältnisse erblickt. Dies hatte zur Folge, dass keine Vorsteuerkorrektur durchzuführen war ("nach 5 Jahren -kostenloser Ausstieg").
Mit dem Abgabenänderungsgesetz 2012 wurde diese Regelung jedoch dahingehend geändert, dass ein derartiger Übergang nun eine "Änderung der Verhältnisse" darstellt und eine Vorsteuerkorrektur beim Anlagevermögen durchzuführen ist, welches nach dem 30. Juni 2013 erstmalig verwendet oder genutzt wird.
Der Berichtigungszeitraum für Gebäude beträgt somit 20 Jahre, der für sonstiges Anlagevermögen (Maschinen und Geräte) 5 Jahre.
Aufgrund der nun neuen Gesetzeslage kann es vorkommen, dass eine "Option" aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht mehr als sinnvoll erachtet werden kann.

Landwirte, die sich bereits jetzt im Regelbesteuerungssystem befinden, sollen nach Möglichkeit bis 30.06.2013 Investitionen in Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens vorziehen. Dadurch wird eine Vorsteuerrückverrechnung bei Rückkehr zur Umsatzsteuerpauschalierung vermieden.

 
Auflösungsabgabe PDF Drucken E-Mail

Für arbeitslosenversicherungspflichtige Dienstverhältnisse, die nach dem 31.12.2012 enden, ist bei deren Auflösung eine Auflösungsabgabe in Höhe von € 113,- zu entrichten (die Höhe wird jährlich angepasst). Bei folgenden Ausnahmen entfällt diese Auflösungsabgabe:

  • bei Lösung geringfügig beschäftigter Dienstverhältnisse (da diese ja nicht arbeitslosenversicherungspflichtig sind)
  • bei Auflösung im Probemonat
  • bei befristeten Dienstverhältnis, sofern die Befristung 6 Monate nicht übersteigt
  • bei Arbeitnehmerkündigung
  • bei vorzeitigem Austritt ohne wichtigen Grund
  • bei vorzeitigem Austritt aus gesundheitlichen Gründen
  • bei einvernehmlicher Auflösung nach vollendung des Regelpensionsalters mit Pensionsanspruch
  • bei einvernehmlicher Auflösung mit Ruhegeldanspruch
  • wenn ein Anspruch auf Invaliditäts- oder Berufsunfähigkeitspension besteht
  • bei der Auflösung von Lehrverhältnissen
  • bei der Auflösung verpflichtender Lehr- oder Berufspraktika
  • bei gerechtfertigter Entlassung
  • bei Tod des Arbeitnehmers
  • bei unmittelbarem Wechsel im Konzern (Unternehmen)
  • wenn die Beschäftigung aufgrund § 25 Insolvenzordnung beendet wird.
 
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